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Osteopathische Therapie

Eine Erweiterung manueller Techniken in den Bereichen parietal (muskulo-skelettal), kraniosakral (Schädel-Kreuzbein-Nervensystem) und viszeral (innere Organe und membranöse Verbindungen). In Deutschland ist die Osteopathie bislang kein verordnungsfähiges Heilmittel und kann nur auf privater Basis angeboten werden. Wie wir das in unserer Praxis regeln erfahren Sie etwas weiter unten im Text.

Die Osteopathie...

Sie ist gefragt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit, die Osteopathie. Das Kon- zept kommt, wie eigentlich die manuelle Therapie ursprünglich auch, aus Amerika. Dort sind Osteopathen jedoch Ärzte (Doctor of Osteopathie, D.O.) und den Medizinern (MD., Medical Doctor) gleichgestellt. In Europa werden sie in der Regel an Osteopathieschu- len und Colleges ausgebildet, haben aber nach Abschluss der Ausbildung nicht den Status eines Mediziners (es sei denn, ein Arzt absolviert die Ausbildung). Es gibt in Deutschland wenig Mediziner, die für die Osteopathie überhaupt etwas übrig haben, geschweige denn sich eine Zusatzqualifikation in Osteopatischer Medizin erworben haben. Ein Arzt, der osteopathisch arbeitet, muss sich nämlich wenigstens 30 Minuten für seinen Patienten Zeit nehmen. Das kommt selten vor. Etwas zahlreicher sind da die Heilpraktiker und die größte Gruppe unter den deutschen Osteopathen dürften die Physiotherapeuten darstellen. Da der „Osteopath“ aber in Deutschland kein anerkannter eigener Heilberuf ist (mit Ausnahme in Hessen, aber die Kollegen sind dort weisungsgebunden und somit auch nur Heilhilfsberufler), treffen Sie als Patient in unserem Land eben Schulmediziner, Heilpraktiker und Physiotherapeuten an, die sich eine Zusatzqualifikation in Osteopathie (in der Regel 1300 – 1400 Ausbildungsstunden berufsbegleitend während 4-6 Jahren) erworben haben. Aus meiner Sicht heraus ist die Möglichkeit der Osteopathieausbildung für Physiotherapeuten eines der besten Dinge, was uns passieren konnte. Die Fortbildung zum Manualtherapeuten ist ohnehin seit wenigstens Anfang der 90er Jahre physiotherapeutischer Standard und durch die osteopathische Denkweise in der Untersuchung und Therapie entscheidend verbessert und erweitert worden.

Damit Sie als Patient eine etwas klarere Vorstellung haben...

Ein in Osteopathie ausgebildeter Physiotherapeut wird in seiner Untersuchung (hoffent- lich!) stets den ganzheitlichen Charakter des osteopathischen Gedankenguts einfließen lassen und ist somit in der Lage, die wahre Herkunft einer Dysfunktion so einzuordnen, damit er im richtigen System arbeitet. Er denkt und arbeitet im Wesentlichen in allen drei Bereichen der Osteopathie: parietal (muskulo-skelettal), kranio-sacral (Schädel-Kreuzbeinsystem) und viszeral (innere Organe mit Faszienverbindungen).

Zum besseren Verständnis ein Beispiel...

Sie suchen einen in Osteopathie ausgebildeten Therapeuten auf, weil Sie seit geraumer Zeit unklare neurologische Erscheinungen in einem Bein verspüren. Vielleicht kribbelt es im Oberschenkel oder sogar bis in den Fuß, eventuell in Kombination von Schmerzen und motorischen Funktionsstörungen (Kraftminderung). Natürlich würde jeder Untersucher zunächst ein Trauma ausschließen wollen und würde dann womöglich an die Wirbelsäule als mögliche Ursache denken. Ein Bandscheibenvorfall mit einer Nervenwurzelkompression beispielsweise. Aber irgendwie passen Ihre Symptome mit den herkömmlichen Untersuchungsergebnissen nicht so stimmig zusammen. Im Laufe des Gesprächs erkundigt sich der Therapeut nach vorausgegangenen Operationen, die Sie im Laufe Ihres Lebens schon durchgemacht haben. Dabei kommt zutage, dass es zwei offene Operationen am Dickdarm gegeben hat und etwa ein Jahr später die ersten Symptome aufgetreten sind. Also wird der osteopathisch kundige Therapeut Ihren Bauch auf auffällige Gewebespannungen abtasten und dabei fällt ihm auf, dass die tiefen Operationsnarben ihre Spuren hinterlassen haben. Und zwar so, dass das Nervengeflecht, das durch ihn hindurchzieht um über das Becken zum Bein zu gelangen, davon betroffen ist. Das weiß er, nachdem er die Gewebebeschaffenheit ihrer Bauchorgane und die verbindenden Faszienstrukturen auf ihre Mobilität untersucht und Ihnen noch weitere Fragen gestellt hat. Daher rührt also die Nervenirritation in Ihrem Bein. Als Patient haben Sie längst bemerkt, dass dieser Ansatz von Untersuchung und Therapie sich deutlich von dem unterscheidet, was Sie bislang kennengelernt haben. Der Therapeut denkt in unserem Beispiel hauptsächlich „viszeral-osteopathisch“ und reguliert die restriktive (zu hohe) Gewebespannung mit bestimmten Handgriffen. Das tut ihnen nicht weh aber Sie merken schon bald, wie sich in Ihrem Bein etwas zum Guten verändert. Die Symptome, die Sie noch zuvor gehabt haben, sind nach 3-5 Be- handlungen verschwunden.
Das war nur ein Beispiel für die Denkweise in der Osteopathie. Aber bitte lassen Sie sich nicht täuschen: die Osteopathie ist – so wie alle anderen Therapien auch – kein Allheilmittel. Je weiter zurückliegend die Beschwerdesymptomatik ist und je ausgeprägter ein entstandener Gewebeschaden ist, umso mehr schwinden die Erfolgsaussichten. Persönliche Eigenschaften wie Reaktionsbereitschaft, Alter usw. spielen ebenfalls eine Rolle.
Nur, wie schon erwähnt, wird eine osteopathische Behandlung nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt (und daran wird sich wohl auch in nächster Zeit nichts ändern). Sie haben als Patient in unserer Praxis aber die Möglichkeit, auf ärztliche Verordnung von „Manueller Therapie“ manuell-osteopathisch behandelt zu werden. Das heißt, wir wenden in diesem Fall jenen “parietalen (muskulo-skelettalen) Anteil” der osteopathischen Behandlungsweise an, der in den Bereich der manuellen Therapie gehört. Da die in diesem Fall von den Krankenkassen bezahlte Leistung aber nur eine Dauer von 15-25 Minuten Behandlungszeit vorsieht, empfiehlt es sich, die restlichen 20 Minuten privat zu bezahlen. Ein vernünftiger Zeitrahmen liegt nämlich bei etwa 45 Minuten pro Behandlung.
Patienten, die privat krankenversichert sind, erhalten in der Regel auch keine Rückerstattung des Rechnungsbetrages bei klassischen Osteopathieanwendungen, es sei denn ein Arzt führt die Behandlung durch (oder es besteht eine Zusatzversicherung für Heilpraktikerleistungen, dann muss der Osteopath aber Heilpraktiker sein). Für osteopathische Anwendungen beim Physiotherapeuten gelten dann in etwa
die selben Möglichkeiten wie bei den gesetzlich Versicherten.

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